Warum nach SILOAH kommen? - Berichte ehemaliger Jahresteamler


Michael Großmann (2013/14)
Warum soll oder besser gefragt warum wollte ich ein Jahr nach Siloah? Auf diesen einsamen Berg im westlichen Thüringen? Die Motive dafür waren verschieden, manche hatten keine andere Option, andere wusste nicht was sie nach der Schule machen sollten oder wollten noch nicht gleich studieren gehen, so wie ich. Aber ein was haben wir alle gemeinsam. Wir wollen mehr über Gott und Jesus erfahren und wie wir die beiden in unser Leben lassen können bzw. besser kennenlernen können. So kam es das wir Anfang August dann komplett waren, zehn Jugendlichen aus verschiedenen Teilen Deutschlands. Nach dem gegenseitigen „beschnuppern" lernten wir uns in diesem Jahr immer besser kennen, egal ob beim Erzählen der Lebensgeschichte in der Hütte, in den „Was bewegt mich" -Runden, beim Mannschaftstraining oder einfach nur in der gemeinsamen Zeit. Natürlich war es nicht immer einfach, aber daran konnten wir uns nur weiter schleifen, reflektieren und Gelerntes anwenden. Mir persönlich hat das Jahr in Siloah viel gebracht, ich habe Gott angefangen wirklich und besser kennenzulernen und sein Heiliger Geist hilft mir in Situationen immer wieder weiter oder zeigt einfach mal, wenn etwas nicht stimmt. Durch das Jahr in Siloah wurde ich in diesem Bezug echt sensibilisiert. Es war ein geniales, anstrengendes, lustiges, kräftezehrendes, prägendes, einzigartiges, aufbauendes Jahr, in dem ich mich und Gott besser kennengelernt habe. 

Hanna Rau (2010/11)Mein Praktikumsjahr in SILOAH war ein guter Schritt in die Eigenständigkeit. Ich war zwar weg von zu Hause aber trotzdem nicht ganz alleine. Hier konnte ich einige internationale Kontakte knüpfen und kann mich inzwischen besser anderen gegenüber öffnen. Ich habe mich in SILOAH mehr mit mir selbst und meiner Vergangenheit auseinandergesetzt. Im Jahresteam sind sehr unterschiedliche Charaktere zusammen. Unsere Konflikte haben uns gegenseitig geschliffen…interessant, was da alles so zum Vorschein kommt.
Anna-Sophie Mauer (2013/14)
Hinter mir liegt ein sehr prägendes Jahr. Die Gemeinschaft war spannend und herausfordernd und das Jahr für mich von sehr vielschichtigen Emotionen geprägt. Ich durfte vieles für mein Leben mitnehmen. Herausstechend waren die vielen Aktionen als Team auch unter der Leitung von Marten. In meiner Arbeit in der Landwirtschaft konnte ich mir als Neuling viele handwerkliche Tätigkeiten aneignen und Jörn in seiner Rolle aus Ausbilder und Chef kennenlernen. In mehrerer Hinsicht wurde auch mein Glauben gestärkt und sensibilisiert.

Simeon Wegert (2010/11) Ich fand es toll, dass die SILOAH-Leiter uns gabenorientiert in verschiedenen Arbeitsbereichen eingesetzt haben. Dabei bekamen wir Freiraum, uns zu entfalten und Neues einzubringen. Auch unser geistliches Leben konnte hier wachsen. Wir hatten die Möglichkeit, neu anzufangen, weil wir in keine Schublade gesteckt wurden. Die Gemeinschaft im Jahresteam war sehr intensiv. Persönlich hat es mir am meisten gebracht, Geduld mit anderen Menschen und in der Arbeit zu lernen. Ich habe in SILOAH mein Missionsherz entdeckt und mehr Toleranz gegenüber anderen Glaubenseinstellungen entwickelt.
Annkathrin Bladt (2011/12)
Durch das Leben in Gemeinschaft durfte ich lernen, mich auf andere Leute einzulassen, die so ganz anders sind als ich selbst. Ich habe gelernt, dass die allermeisten Vorurteile, die ich gegenüber Menschen habe, überhaupt nicht stimmten. Es braucht seine Zeit, um Jemanden richtig kennen zu lernen und seine Art zu akzeptieren. Darauß entstanden einmalige, geniale Freundschaften. Zudem konnte ich mich in diesem Jahr handwerklich und kreativ ausprobieren. Immer wieder konnte ich Kinder- und Jugendgruppen in diesem Bereich anleiten. Gerade im Umgang mit Gruppen hatte ich mir anfangs wenig zugetraut, was sich jedoch mit der Zeit zum positiven änderte. Das Arbeiten in verschiedenen Bereichen hat mich sehr bereichert (Gruppenbetreuung, Handwerk, draußen und auf dem Hof, Küche und Hauswirtschaft) und mir gezeigt, dass ich mich ruhig trauen kann, Neues auszuprobieren, aber auch wurden mir meine Grenzen aufgezeigt. Einen weiteren Schritt habe ich im Glauben gemacht; vor allem im Gebet und auf Gott zu vertrauen. Das tägliche Mittagsgebet und die Morgenandachten haben mir dabei sehr geholfen.